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VaSequIs“ verbindet Mikrobiologie, Genomsequenzierung und KI, um Infektionsrisiken in Krankenhäusern frühzeitig zu erkennen und die Patientensicherheit zu stärken.

In Nordrhein-Westfalen arbeitet ein interdisziplinäres Forschungsteam im Projekt „VaSequIs“ an neuen Methoden, um Infektionsgeschehen frühzeitig zu erkennen und besser zu verstehen. Dabei werden etablierte mikrobiologische und epidemiologische Verfahren mit molekularbiologischen Analysen, Genomsequenzierung und modernen KI-Methoden kombiniert. Ziel ist ein innovatives System, das Proben aus der Patientenversorgung, der Trinkwasserversorgung und dem Abwassernetz miteinander vergleicht.

Am Universitätsklinikum Essen in NRW kommen dafür erstmals automatische Probenehmer zum Einsatz, die rund um die Uhr hygienisch Abwasserproben entnehmen. Diese werden anschließend molekularbiologisch untersucht und genetisch sequenziert. So können Forschende genau bestimmen, welche Krankheitserreger vorhanden sind und in welchen Mengen sie auftreten.

Auf Grundlage dieser Daten erstellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Zeitreihenanalysen und entwickeln KI-gestützte Prognosen, um mögliche Infektionsausbrüche frühzeitig zu erkennen. Dadurch kann die Krankenhaushygiene schneller reagieren und im besten Fall Ausbrüche verhindern. Das Projekt schafft damit eine wissenschaftliche Basis für ein umfassendes Monitoring-System und stärkt langfristig die Sicherheit von Patientinnen und Patienten.

Quelle: www.medizin.nrw

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Medizin.NRW