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Neues Forschungszentrum für photonische Quantentechnologien stärkt Innovationskraft, technologische Souveränität und internationale Zusammenarbeit.

Nach dreijähriger Bauzeit hat die Universität Paderborn am 26. Februar das „Photonic Quantum Systems Laboratory“ (PhoQS Lab) offiziell in Betrieb genommen. Zur feierlichen Eröffnung begrüßte die Hochschule zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, darunter NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Staatssekretär Dr. Rolf-Dieter Jungk sowie Wissenschaftsministerin Ina Brandes. Das neue Forschungsgebäude beherbergt künftig das „Institut für Photonische Quantensysteme“ (PhoQS), in dem Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen gemeinsam an der Weiterentwicklung photonischer Quantentechnologien arbeiten. Ziel ist es, exzellente Grundlagenforschung in konkrete Anwendungen zu überführen und zukunftsweisende Schlüsseltechnologien zu entwickeln.

Im Zentrum der Forschung stehen lichtbasierte, also photonische Anwendungen, die als besonders vielversprechend für sichere Kommunikation, leistungsfähige Datenübertragung und hochpräzise Sensorik gelten. Die Beteiligten betonten das enorme Potenzial der Quantentechnologien für Wirtschaft und Gesellschaft – von abhörsicherer Quantenkryptografie bis hin zu innovativen medizinischen Diagnoseverfahren. Durch den Aufbau eines starken Forschungsökosystems entstehen neue nationale und internationale Kooperationen mit führenden Institutionen und Unternehmen. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Nordrhein-Westfalen nachhaltig gestärkt werden.

Auch auf infrastruktureller Ebene setzt das PhoQS Lab Maßstäbe: Auf rund 7.950 Quadratmetern bietet der Neubau modernste Forschungsbedingungen. Eine bauliche Trennung von Büro- und Laborbereichen sorgt für erschütterungsfreie Messungen. Besonders empfindliche Geräte sind auf speziell entkoppelten Fundamenten installiert, um Vibrationen zu minimieren. Ein etwa 1.000 Quadratmeter großer Reinraum ermöglicht Experimente unter streng kontrollierten Bedingungen – entscheidend für präzise Arbeiten im Bereich der Quantenphotonik.

Ein zentrales Forschungsobjekt ist ein photonischer Quantenchip im Miniaturformat, der perspektivisch die Grundlage für ein Quanteninternet mit vernetzten Quantenrechnern bilden könnte. Die Verantwortlichen sehen im PhoQS Lab einen Meilenstein für die internationale Quantenforschung und einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands.

Bereits in der Planungsphase wurde das Projekt vom Wissenschaftsrat mit der Bestnote „herausragend“ bewertet. Die Finanzierung in Höhe von rund 82,7 Millionen Euro erfolgte gemeinsam durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Bund, unterstützt durch Eigenmittel der Universität.

Quelle: NMWP.NRW

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