Ein wichtiger Baustein für emissionsfreie Logistik
Der weltweite Warenhandel sorgt nicht nur auf dem Wasser, sondern auch in den Häfen für viele Emissionen. Die Konecranes GmbH mit Sitz in Düsseldorf, Spezialist für Materialumschlag, hat einen Hafenmobilkran konzipiert, der ausschließlich elektrisch betrieben wird. Sie kommen weltweit zum Einsatz.
Die Seehäfen – beispielsweise Antwerpen oder Hamburg – spielen für die Weltwirtschaft eine wichtige Rolle. Je nach Quelle werden in den Seehäfen weltweit bis zu 80 Prozent der global gehandelten Güter umgeschlagen. Den Materialumschlag in den Häfen übernehmen unter anderem Hafenmobilkrane. Sie sorgen, gemeinsam mit anderen Systemen, für die Be- und Entladung der Schiffe und die Verteilung der Waren auf Wasser, Schiene und Straße. Ein wichtiger Anbieter ist die Konecranes GmbH in Düsseldorf. Die Gesellschaft gehört zum weltweit agierenden finnischen Konzern Konecranes. In Düsseldorf bündelt Konecranes das Geschäft mit Hafenmobilkranen, sie werden dort designt, entwickelt und gebaut. Seit Beginn des Jahrtausends setzt das Unternehmen verstärkt auf ein elektrisches Antriebskonzept. „Wir begleiten unsere Kunden bei der Elektrifizierung, da dies zum einen bei vollelektrischer Nutzung die Abgasemission vor Ort eliminiert und zum anderen die Betriebskosten nachhaltig reduziert“, erzählt Dr. Jörg Müller, Geschäftsführer der Konecranes GmbH. Denn ein wichtiger Baustein der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie ist die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette. Konecranes möchte bis 2030 den CO₂-Ausstoß in der eigenen Wertschöpfungskette im Vergleich zu 2019 halbieren. Dies betrifft im Wesentlichen den Einkauf von Stahl sowie die Nutzung der Geräte durch die Kundinnen und Kunden.
Ein Hafenmobilkran wiegt, je nach Modell, bis zu 700 Tonnen und kann 200 Tonnen heben. Dazu ist ein hoher Energieeinsatz erforderlich. Deshalb arbeitet man bei Konecranes schon lange an Elektrifizierungskonzepten. Bereits seit Jahren können Hafenmobilkrane von Konecranes quasi hybrid agieren: Sie haben für die Fortbewegung im Hafen einen Dieselgenerator an Bord, können bei Einsatz am Schiff aber an die Stromversorgung des Hafens angeschlossen werden. Vor ungefähr sieben Jahren brachte das Unternehmen dann den ersten vollelektrischen Hafenmobilkran auf den Markt. Er verzichtet ganz auf fossilen Antrieb und setzt stattdessen auf eine Kombination aus Batterie und Strom aus dem Hafennetz. Dank der Weiterentwicklung insbesondere im Batteriesektor ist dies inzwischen ohne Einschränkungen bei Hubkraft, Flexibilität und Aktionsradius möglich. „Wir unterstützen damit unsere Kunden weltweit bei ihren eigenen Anstrengungen, CO₂-Emissionen zu senken und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen“, betont Müller. Weiterer Vorteil: Weil in vielen Städten die urbane Bebauung näher an die Hafenflächen rückt, geraten auch Lärmemissionen immer stärker in den Fokus. Vollelektrische Hafenmobilkrane sind deutlich leiser als dieselbetriebene und zudem auch wirtschaftlicher im Betrieb über den gesamten Lebenszyklus.
Konecranes mit weltweit knapp 17.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über vier Milliarden Euro unterhält in NRW zwei Standorte mit jeweils rund 1.000 Beschäftigten: in Wetter und in Düsseldorf. Zentrales Standortplus vor allem in Düsseldorf ist die Lage in Rheinnähe. „Wir brauchen den Fluss, um unsere Krananlagen zu den Zielstandorten zu transportieren“, sagt Britta Schweiger, Leiterin Unternehmenskommunikation Deutschland. Zudem sei die gute Erreichbarkeit per Flugzeug, Bahn und Auto ein wichtiges Argument – etwa, weil das Personal, das die Hafenmobilkrane bedient, aus allen Einsatzländern zu Konecranes nach Düsseldorf kommt, um dort geschult und fortgebildet zu werden. Weiterer Standortvorteil: „NRW bietet dank der vielen Hochschulen ein gutes Nachwuchsreservoir“, sagt Schweiger. Zudem sei insbesondere Düsseldorf interessant für internationale Fach- und Führungskräfte. Das reiche von zweisprachigen Kindergärten und Schulen über ein vielseitiges Kulturangebot und eine internationale Community bis zu der Vielzahl vorhandener Arbeitsmöglichkeiten für begleitende Lebenspartnerinnen und -partner.
Diese Erfolgsgeschichte einer innovativen Transformation wurde im Februar 2026 veröffentlicht. Es finden im Anschluss keine Aktualisierungen bzw. Prüfungen der Angaben statt.
Die Publikationsreihe „Transformation durch Innovation“ soll veranschaulichen, wie Unternehmen in NRW, dank der durch das Land NRW geschaffenen Rahmenbedingungen, erfolgreiche Innovationsgeschichten schreiben konnten.
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