NRW.innovativ Summit: Transfer im TECH.LAND: Aus Grenzen werden Möglichkeiten
Am 19. Februar 2025 fand der diesjährige NRW.innovativ-Summit mit freundlicher Unterstützung der IHK Nord Westfalen statt. Über 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung stellte das Event ein Forum zur Verfügung, um sich über die Initiative TECH.LAND zu informieren. Das TECH.LAND bündelt die niederländischen und deutschen Innovations- und Forschungsaktivitäten der Region und präsentiert diese unter einer Marke. „Der NRW.innovativ-Summit stellt eindrucksvoll die Innovationsstärke der deutsch-niederländischen Grenzregion unter Beweis“. Dieses Resümee zog Staatssekretärin Silke Krebs vom NRW-Wirtschaftsministerium im Anschluss an die Konferenz im Bildungszentrum der IHK Nord Westfalen.
„Unsere Region zeigt, dass durch enge Zusammenarbeit und grenzüberschreitende Partnerschaften Innovationen entstehen, die weit über unsere Grenzen hinaus wirken“, betonte Melanie Baum, Unternehmerin und Vizepräsidentin der IHK Nord Westfalen. Die deutsch-niederländische Zusammenarbeit unter dem Dach von TECH.LAND sei ein Standortvorteil, der den Unternehmen beiderseits der Grenze ein deutlich breiteres Spektrum an Möglichkeiten biete, innovativ zu werden. „Das müssen wir nutzen“, forderte sie. In einer Zeit, in der internationale Zusammenarbeit schwieriger werde, sei es umso wichtiger, binationale Kooperationen zu stärken und ihr Potenzial zum beiderseitigen Nutzen bestmöglich auszuschöpfen.
Genau das ist ein Ziel der Initiative TECH.LAND, die als „transnationales Technologie-Ökosystem“ deutsche und niederländische Unternehmen bei Innovationsvorhaben unterstützt. Das fachliche Spektrum reicht von der Batterie- und Wasserstoffwirtschaft über Robotik und Medizintechnik bis zur Kreislaufwirtschaft. Wie die Unterstützung konkret aussieht, erläuterten Hans Brouwers (Program Manager) und Melina Freundenthal (Head of Program Management Office). So fördert TECH.LAND den Zugang zu EU-Fördermitteln, internationalen Fachkräften und Start-ups sowie den Aufbau neuer deutsch-niederländischer Wirtschafts- und Wissenschaftskontakte. „Dabei profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die durch grenzüberschreitende Kooperationen schneller Innovationen vorantreiben und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können“, betonte Brouwers.
Im Verlauf des NRW.innovativ-Summit verdeutlichten zahlreiche Best-Practice-Beispiele, wie der Wissenstransfer über Landesgrenzen hinweg gelingt und welche Vorteile er für die beteiligten Akteure bietet. So wurde zum Beispiel die Kooperation zwischen den Entsorgungsunternehmen Twence B.V. aus den Niederlanden und den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster näher vorgestellt.
Ein Schwerpunkt lag auf Innovationen in der Batterie- und Kreislaufwirtschaft. NRW-Wirtschaftstaatssekretärin Silke Krebs hob die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft hervor: „Die Zukunft liegt in nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen. Die Region Nord Westfalen kann durch innovative Ansätze und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Vorbild für viele andere werden.“ In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden sinnvolle Maßnahmen eines effektiven Wissens- und Technologietransfers mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Stadtverwaltung und Politik erörtert und Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven geteilt. Prof. Dr. Johannes Wessels, Rektor der Universität Münster, betonte dabei, dass die Kollaborationen im TECH.LAND von sich ergänzenden Aktivitäten verschiedener Akteurinnen und Akteure und von der Verdichtung des Innovationskosmos profitieren. Dorothee Lauter von der Wirtschaftsförderung Bottrop machte ebenfalls deutlich, dass die Kommunen ebenfalls funktional gesehen wir ein kleines Reallabor ein zentraler Akteur sein können, Innovationen durch die Vermittlung von Förderprogrammen, Partnernetzwerken und die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.
Ein Projekt-Marktplatz mit Ausstellenden aus der Region bot zusätzlich Gelegenheit, sich zu konkreten Projektinitiativen auszutauschen.
NRW.innovativ bedankt sich herzlich bei der IHK Nord Westfalen für den gelungenen Rahmen des Events und bei allen beitragenden Rednerinnen und Rednern, die interessante Einblicke geteilt haben.
Quelle: IHK Nord Westfalen, NRW.innovativ; Bilder: ©Heiner Witte/IHK Nord Westfalen