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Circularity Gap Report 2025 zeigt Rückschritte bei globaler Zirkularität, aber auch Potenziale für innovative Geschäftsmodelle

Der Circularity Gap Report 2025 verdeutlicht, dass die globale Wirtschaft sich weiter von einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft entfernt. Der Anteil wiederverwendeter Materialien ist auf 6,9 % gesunken – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 9,1 % im Jahr 2018. Trotz wachsender Aufmerksamkeit für Ressourcenschonung steigt der weltweite Materialverbrauch kontinuierlich und könnte bis 2060 um weitere 60 % zunehmen.

Ein zentrales Problem ist die geringe Nutzung von Sekundärmaterialien, was unter anderem auf die starke Abhängigkeit von Primärrohstoffen und unzureichende Recyclingquoten zurückzuführen ist. Der Bericht zeigt jedoch auch ungenutzte Potenziale auf: Fast ein Fünftel der eingesetzten Materialien wird derzeit nicht verwertet, sondern landet auf Deponien oder in der Umwelt. Eine konsequente Wiederverwertung könnte die Zirkularitätsrate auf bis zu 25 % steigern.

Für Unternehmen der Umweltwirtschaft ergeben sich daraus konkrete Handlungsfelder. Der Report empfiehlt, Materialflüsse kritisch zu analysieren und stärker auf zirkuläre Strategien zu setzen. Dazu zählen:

  • Effizienzsteigerung in der Produktion durch Wiederverwendung, Reparatur und Upcycling.
  • Neue Geschäftsmodelle, etwa durch Serviceangebote wie „Product-as-a-Service“.
  • Industriesymbiosen, bei denen Akteurinnen und Akteure branchenübergreifend Ressourcenströme gemeinsam nutzen.
  • Regionale Wertschöpfung, um Lieferketten zu verkürzen und Emissionen zu senken.

Das Fazit des Reports: Ein tiefgreifender Wandel im Umgang mit Ressourcen ist dringend erforderlich. Für Unternehmen bietet die aktuelle Entwicklung jedoch auch Chancen, sich als Vorreiterinnen und Vorreiter zu positionieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und resilienter gegenüber globalen Krisen zu werden.

Quelle: www.knuw.nrw

Mehr Informationen gibt es hier:

Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW