Forschung aus NRW zeigt, wie digitale Technologien die Sicherheit von Patientinnen und Patienten erhöhen und das medizinische Personal entlasten.
Künstliche Intelligenz (KI) und Augmented Reality (AR) verändern den Operationssaal grundlegend – das zeigt ein innovatives Projekt aus Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen von KARVIMIO wurde ein digitales Assistenzsystem entwickelt, das operationstechnische Assistentinnen und Assistenten (OTAs) bei der Arbeit unterstützt. Über ein Head Mounted Display werden Anleitungen für medizinische Instrumente direkt ins Sichtfeld eingeblendet, was die Abläufe im OP sicherer, effizienter und intuitiver macht.
Die enge Zusammenarbeit mit den späteren Nutzerinnen und Nutzern war ein zentraler Bestandteil des Projekts. Die Forscherinnen und Forscher des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule betonen, dass praxisnahe Entwicklung entscheidend für die Akzeptanz neuer Technologien ist. Das System hilft nicht nur beim fehlerfreien Zusammenbau komplexer Instrumente, sondern unterstützt auch Lernprozesse – etwa bei neuen Mitarbeitenden oder seltenen Eingriffen.
Neben der technischen Umsetzung wurde auch die ethische Dimension berücksichtigt. Mit einem eigens entwickelten ELSI-Evaluationsansatz (Ethical, Legal and Social Implications) wurden soziale, rechtliche und ethische Aspekte integrativ in den Innovationsprozess eingebunden. Laut Dr. Peter Enste vom IAT ist dies entscheidend für die gesellschaftliche Tragfähigkeit technologischer Neuerungen im Gesundheitswesen.
Das Projekt zeigt, wie Forschung aus NRW zur digitalen Transformation im Gesundheitswesen beiträgt.
Quelle: www.medizin.nrw