HEPARD untersucht soziale Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung und fördert den Austausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Praxis
In Europa bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede in den Gesundheitschancen – abhängig von Einkommen, Bildung und Wohnort. Um diese Ungleichheiten systematisch zu untersuchen, wurde das internationale Forschungsnetzwerk HEPARD ins Leben gerufen. Koordiniert von der Universität Duisburg-Essen und gefördert mit rund 3,6 Millionen Euro aus dem EU-Programm Marie Skłodowska-Curie, bringt das Projekt Akteurinnen und Akteure aus der Volkswirtschaftslehre, Epidemiologie, Public Health und Data Science zusammen.
Zwölf Doktorandinnen und Doktoranden analysieren länderspezifische Maßnahmen wie Zuckersteuern oder Ernährungsberatung, die Finanzierung von Gesundheitsleistungen sowie familiäre Lebensverhältnisse. Ziel ist es, mithilfe realer Daten und innovativer Methoden zu verstehen, wie diese Faktoren die Versorgungsgerechtigkeit beeinflussen. Die Forschung erfolgt interdisziplinär und über nationale Grenzen hinweg.
Zu den Partnerinstitutionen zählen das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen sowie Universitäten in den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Rumänien. Projektleiter Prof. Martin Karlsson betont: „Gesundheitliche Ungleichheiten sind nicht nur ein nationales Problem, sondern eine zentrale Herausforderung für die soziale Gerechtigkeit und das europäische Integrationsprojekt.“ HEPARD setzt genau hier an – mit dem Ziel, langfristig gerechtere Gesundheitschancen für alle Menschen in Europa zu schaffen.
Quelle: www.medizin.nrw