Bielefelder Forschende entwickeln innovative Technologie für nachhaltige Matratzen und Polster.
Matratzen und Polster landen bisher meist in der Verbrennung, da ihr Recycling als unwirtschaftlich oder unmöglich gilt. Ein Team der Universität Bielefeld um Dr. Kubilay Ceyhan hat nun Schaumstoffe entwickelt, die sich dank integrierter Sollbruchstellen chemisch recyceln lassen. Das Start-up-Projekt „Breakomers“ wird ab Dezember mit 1,5 Millionen Euro durch den exist-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.
Die Idee: Kunststoffe bestehen aus Monomeren. Werden in diese gezielt Sollbruchstellen eingebaut, können die Materialien unter milden Bedingungen wieder in ihre Ausgangsstoffe zerlegt werden. Erstmals gelang es den Forschenden, dieses Konzept auf Schaumstoffe anzuwenden – ein Durchbruch für die Möbelindustrie. So entsteht ein geschlossener Recyclingkreislauf: Aus alten Matratzen können neue hergestellt werden, ohne Qualitätsverlust.
Die Technologie basiert auf einer Entdeckung während Ceyhans Promotion, die direkt zum Patent angemeldet wurde. Daraus entwickelte sich die Vision eines Start-ups. Unterstützt von Professorin Adelheid Godt und dem Zentrum für Unternehmensgründung (ZUg) arbeitet das Team nun an der Hochskalierung und Prototypenentwicklung. Die Ausgründung ist für Herbst 2026 geplant. Ziel ist es, Breakomers als Anbieter nachhaltiger Schaumstoffe am Markt zu etablieren.
Quelle: www.portal.nmwp.de