HYDRA-X zeigt Potenzial modularer Wasserstoffantriebe für die Luftfahrt von morgen.
Bei der zehnten DLR Design Challenge hat das Studierendenteam der RWTH Aachen mit dem Flugzeugkonzept HYDRA-X den dritten Platz erreicht. Insgesamt 16 Teams entwickelten Konzepte für ein neuartiges Kleinflugzeug, das künftig als fliegender Versuchsträger für Technologien der Luftfahrt eingesetzt werden könnte.
HYDRA-X ist als modular aufgebaute Forschungsplattform konzipiert. Das Flugzeug soll unter realen Flugbedingungen verschiedene Wasserstoffantriebe vergleichbar machen: eine Brennstoffzelle und eine Wellenleistungsturbine. Beide Antriebsvarianten nutzen dieselbe Flugzeugzelle sowie ein System aus zehn elektrisch angetriebenen Propellern und können innerhalb kurzer Zeit ausgetauscht werden. Zusätzliche modulare Elemente, etwa an Flügelspitzen und Bugbereich, schaffen Raum für künftige Sensorik und Forschungsaufbauten.
Mit der Challenge fördert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Entwicklung praxistauglicher Konzepte und den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs. Fliegende Versuchsträger können dazu beitragen, neue Technologien früher im Zusammenspiel zu testen, Daten unter realen Bedingungen zu gewinnen und Risiken vor einer späteren Anwendung in der kommerziellen Luftfahrt zu erkennen.
Den ersten Platz belegte das Team der TU Berlin mit dem Konzept HYDRA, den zweiten Platz erreichte die TU Braunschweig mit KANGAROO. Die drei ausgezeichneten Teams präsentieren ihre Entwürfe beim Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress 2026 in Aachen.
Quelle: aerospace.nrw