Neue Transferhubs sollen Forschung und Wirtschaft gezielt vernetzen und Innovationen schneller in marktfähige Anwendungen überführen.
Mit der Transferinitiative F.A.S.T. – Forschung, Ausgründungen, Skalierung, Transfer will das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bundesweit beschleunigen. Ziel ist es, Forschungsergebnisse stärker an den Bedarfen von Unternehmen auszurichten und deren Herausforderungen systematisch mit innovativen Lösungsansätzen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammenzubringen.
Kern der Initiative ist der Aufbau bundesweit tätiger Transferhubs, die als thematische Anlaufstellen in den Schlüsseltechnologien der Hightech Agenda Deutschland fungieren. Die Hubs identifizieren durch Screening und Scouting vielversprechende Technologien, Ideen und Akteurinnen und Akteure aus der Forschung, erfassen gleichzeitig Innovationsbedarfe von Unternehmen und bringen beide Seiten über einen Transfermarktplatz zusammen. Erfolgversprechende Innovationsteams werden entlang der Entwicklungsphasen von der Orientierung über die Validierung bis zur Marktvorbereitung begleitet und erhalten bedarfsgerechte Unterstützungsangebote, beispielsweise zum Kompetenzaufbau, zur Netzwerkbildung oder durch Anschubfinanzierungen.
Die Auswahl und Begleitung der Transferprojekte erfolgt anhand klar definierter Kriterien zur Bewertung des Innovations- und Marktreifegrads. Dabei werden nur Projekte mit hohem Transfer- und Verwertungspotenzial weiterentwickelt, während weniger aussichtsreiche Vorhaben frühzeitig beendet werden können. Ergänzend soll ein zentraler Service Desk die Transferhubs mit Werkzeugen, Qualifizierungsangeboten und administrativen Leistungen unterstützen.
Langfristig sollen sich die zunächst geförderten Transferhubs zu finanziell tragfähigen Strukturen entwickeln und dauerhaft zur Stärkung des Innovationsstandorts Deutschland beitragen. Der Erfolg der Initiative wird unter anderem an der Zahl neuer Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, der Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen sowie den wirtschaftlichen Effekten der unterstützten Innovationen gemessen.
Interessierte Konsortien können in der ersten Verfahrensstufe bis zum 31. August 2026 um 12:00 Uhr eine Konzeptskizze für einen Transferhub beim zuständigen Projektträger einreichen.
Quelle: www.bmftr.bund.de