Die DBU zeichnet Dr.-Ing. Klaus Vossenkaul für energieeffiziente Membranfilter aus, die Kläranlagen bei der Umrüstung auf höhere Reinigungsstandards unterstützen können.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ehrt Dr.-Ing. Klaus Vossenkaul, Gründer und Geschäftsführer des Aachener Unternehmens Membion, mit dem Deutschen Umweltpreis 2026. Die mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Auszeichnung teilt er sich mit der Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen. Die Preisverleihung findet am 25. Oktober in Aachen statt.
Vossenkaul wird für die Weiterentwicklung von Hohlfasermembranen zur Abwasserreinigung ausgezeichnet. Die Technologie filtert unter anderem Mikroplastik, Krankheitserreger und weitere Schadstoffe aus dem Abwasser und kann den Flächen- sowie Energiebedarf von Kläranlagen deutlich senken. Damit bietet sie insbesondere vor dem Hintergrund der neuen EU-Kommunalabwasserrichtlinie Potenzial für die Modernisierung von Anlagen.
Die Entwicklung aus Aachen ist bereits in unterschiedlichen industriellen Anwendungen im Einsatz und soll künftig auch in der größten Membran-Kläranlage Deutschlands in Wolfsburg-Stahlberg eingesetzt werden. Der Preis würdigt damit eine Innovation, die zum Schutz von Gewässern und zur effizienteren Nutzung der Ressource Wasser beiträgt.